PCWattVault

PCWattVault — Benutzerhandbuch

PCWattVault zeigt Ihnen live, wie viel Strom Ihr PC zieht und was Sie das kostet — und zeichnet im Hintergrund weiter auf, damit Sie immer wissen, was Ihr Computer zur Stromrechnung beigetragen hat: heute, diesen Monat, dieses Jahr.

Alles geschieht auf Ihrem eigenen Rechner. Es gibt keine Konten, keine Cloud und keine Telemetrie; Ihre Daten verlassen Ihren PC nie.

Installation

Aus dem Microsoft Store — nach „PCWattVault“ suchen und installieren. Fertig.

Von pcwattvault.com — Installer herunterladen und ausführen. Während der Installation werden Sie um Zustimmung für den PawnIO-Treiber gebeten (eine Windows-UAC-Abfrage): ein kleiner, digital signierter Open-Source-Kerneltreiber, mit dem die App die Leistungs- und Temperatursensoren Ihrer CPU unter modernem Windows lesen kann. Er ist optional — die App funktioniert auch ohne —, aber CPU-Werte bleiben Schätzungen, bis er installiert ist. Die Microsoft-Store-Ausgabe enthält den Treiber nicht; siehe „Sensorquellen“ für die Alternative.

Erster Start

PCWattVault beginnt sofort, Ihre Hardware auszulesen. Drei Dinge, die man am ersten Tag wissen sollte:

Sensorquellen

Die App wählt automatisch die beste verfügbare Quelle:

  1. Bridge (Desktop-Ausgabe) — die mitgelieferte Sensor-Engine mit den reichhaltigsten Daten. Für echte CPU-Package-Leistung braucht sie den PawnIO-Treiber und Administratorrechte; fehlt etwas, zeigt die App ein Banner mit Ein-Klick-Lösung.
  2. LibreHardwareMonitor-Webserver — wenn Sie LibreHardwareMonitor bereits nutzen, aktivieren Sie dort Options → Remote Web Server, und PCWattVault verwendet ihn. Das ist der empfohlene Weg für die Microsoft-Store-Ausgabe. Der LibreHardwareMonitor-Installer richtet auch den benötigten PawnIO-Treiber ein, und PCWattVault erkennt einen laufenden Web Server und wechselt automatisch zu ihm — sonst ist nichts zu konfigurieren.
  3. Demo — synthetischer Rückfall, damit die Oberfläche nie leer ist.

Tarif einrichten (2 Minuten, lohnt sich)

Ab Werk verwendet die App einen Standardpreis pro kWh. Für echte Beträge öffnen Sie Einstellungen → Stromtarif:

Die Übersicht lesen

Verlauf, Prognosen und Exporte

Die Seite Verlauf & Kosten zeigt stündliche (heute), tägliche (30 Tage) und monatliche (12 Monate) Diagramme in kWh oder Geld, eine Aufschlüsselung pro Komponente und Gesamtwerte.

Nach zehn vollständigen Aufzeichnungstagen erhalten Sie zudem Prognosen für den nächsten Monat und das nächste Jahr, als Spannen („24–31 €“). Sie stammen aus einer Regression über Ihre aufgezeichneten Tage mit Wochentags-Bewusstsein. Sie sind aus gutem Grund als unverbindlich gekennzeichnet — ein Kompass, keine Rechnung.

Ein Hinweis zu den Zahlen. Alles, was PCWattVault zeigt — Kosten, Hochrechnungen, Prognosen — ist eine Schätzung zur Orientierung. Die App ist kein Abrechnungsinstrument: Ihre tatsächliche Stromrechnung bestimmt allein der geeichte Zähler Ihres Versorgers und Ihr Vertrag. Auch mit smarter Steckdose sind kleine Abweichungen vom Versorgerzähler normal. Stützen Sie keine Abrechnungen, Kostenaufteilungen zwischen Personen oder finanziellen Entscheidungen auf diese Werte.

Genauigkeit: die Zahlen ehrlich machen

Das Software-Modell ist gut, aber zwei Einstellungen machen es zu Ihrem (Einstellungen → Leistungsmodell):

Der Goldstandard ist eine echte Steckdosenmessung — ein digitales Netzteil (Corsair iLink / NZXT) oder eine smarte Tapo-Steckdose (Pro). Der nächste Abschnitt erklärt genau, was beim Anschließen passiert.

Smarte Steckdose: echte Messungen und Auto-Kalibrierung (Pro)

Tapo P110/P115 verbinden

  1. Stecken Sie Ihren PC in die Tapo. Gemessen wird, was an der Steckdose hängt — für reine PC-Genauigkeit nur den PC anschließen. Teilen sich Monitor und Lautsprecher die Steckdose, werden deren Watt in die PC-Werte eingerechnet (und einkalibriert) — in Ordnung, wenn Sie genau das verfolgen wollen; es ist eine bewusste Wahl.
  2. Öffnen Sie in der Tapo-App Ihre Steckdose → ⚙ → Third-Party Compatibility und aktivieren Sie es. TP-Link verlangt diesen einmaligen Schritt, bevor irgendeine Dritt-App (PCWattVault, Home Assistant, …) lokal mit der Steckdose sprechen darf — ohne ihn schlägt der Verbindungstest unten fehl.
  3. Öffnen Sie Einstellungen → Smarte Steckdose: IP-Adresse der Steckdose eintragen (Tapo-App → Ihre Steckdose → Geräteinfo) sowie E-Mail und Passwort des TP-Link-Kontos, dann Zugangsdaten speichern & testen drücken. Sie sollten eine Antwort wie „✓ P110 — aktuell 312,4 W“ sehen. Die Zugangsdaten sind nötig, weil Tapo so Apps in Ihrem eigenen Netzwerk authentifiziert; sie werden verschlüsselt auf Ihrem PC gespeichert und nie ins Internet gesendet.
  4. Steckdosenmessung verwenden ankreuzen und speichern.

Was sich mit verbundener Steckdose ändert

Die Kalibrierungsleiste

Solange eine Steckdosenmessung aktiv ist, zeigt die Übersicht eine kleine Leiste: gemessen (die Steckdose) vs. Modell (was die Software gesagt hätte) und ihre durchschnittliche Abweichung der letzten Minuten.

Ist die durchschnittliche Abweichung nennenswert, erscheint ein Ein-Klick-Knopf — „Grundlast um +36 W anpassen“ —, der die beobachtete Differenz in Ihre Grundlast-Einstellung übernimmt. Genau darum geht es: Nach einem Klick wird das Modell selbst ehrlich, sodass Ihre Zahlen auch dann realistisch bleiben, wenn die Steckdose offline ist — selbst wenn Sie sie später ganz entfernen.

Tipps für eine gute Kalibrierung:

Transparenzhinweis

PCWattVault ist eine unabhängige Anwendung: weder mit TP-Link verbunden noch von TP-Link unterstützt, und in keiner Geschäftsbeziehung zu TP-Link. TP-Link und Tapo sind Marken der TP-Link Corporation. Die Integration spricht mit der Steckdose über deren lokale Geräteschnittstelle — derselbe, von der Community etablierte Ansatz wie bei Home Assistant, openHAB und ähnlichen Projekten. TP-Link erlaubt den lokalen Drittzugriff offiziell (dafür gibt es den Third-Party-Compatibility-Schalter), veröffentlicht dieses Protokoll aber nicht — betrachten Sie die Funktion daher als Best-Effort: Sollte eine künftige TP-Link-Firmware sie brechen, übernimmt das Software-Modell von PCWattVault automatisch, bis ein Update sich anpasst.

Pro-Funktionen (optional)

Die kostenlose App ist vollständig — Tarife, Historie, Hochrechnungen, Prognosen, Designs, Sprachen. Obendrauf bietet PCWattVault Pro:

Derzeit sind alle Pro-Funktionen kostenlos. Solange PCWattVault jung ist, erhält jeder Nutzer automatisch eine Founder-/Early-Adopter- Lizenz. Und das ist ein Versprechen, kein Testzeitraum: Sollte Pro für neue Nutzer je kostenpflichtig werden, bleiben Founder-Lizenzen kostenlos — für immer. Sie müssen nichts tun; Sie sehen Ihre unter Einstellungen → PCWattVault Pro.

Ihre Daten

Alles liegt in einfachen JSON-Dateien in Ihrem Benutzerprofil (Info → Datenordner öffnen): stündliche Energie- und Kostensummen pro Komponentenkategorie — keine Rohdaten pro Sekunde, sodass niemand Ihre minutengenaue Aktivität aus den Verlaufsdateien rekonstruieren kann. Kopieren Sie den Ordner als Backup; löschen Sie ihn für einen Neustart. Telemetrie gibt es keinerlei.

FAQ & Fehlerbehebung

CPU zeigt „~“ oder 0 W. Der CPU-Leistungssensor braucht den PawnIO-Treiber und Administratorrechte (Desktop-Ausgabe — das Banner richtet beides ein) oder die LibreHardwareMonitor-Webserver-Quelle. Bis dahin schätzt die App die CPU-Leistung aus der Auslastung — das ist das „~“.

Die App „schließt nicht“. Sie minimiert absichtlich in den Tray, damit die Historie keine Löcher hat. Rechtsklick auf das Tray-Symbol → Quit, oder Einstellungen → Verhalten → Im Tray weiter aufzeichnen deaktivieren.

Meine NVMe-Temperatur weicht vom Herstellertool ab. PCWattVault zeigt den offiziellen Composite-Sensor — denselben, den Samsung Magician & Co. anzeigen. Manche Tools zeigen stattdessen den Controller-Hotspot, der berechtigt 20–30 °C heißer läuft.

Zwei GPUs? Jede erscheint einzeln, mit eigener Leistungsaufnahme, bei den größten Verbrauchern und unter Komponenten.

Ruhezustand und Energiesparen werden nie berechnet — Zeitlücken werden erkannt und von der Energieintegration ausgeschlossen.

Deinstallation (Desktop-Ausgabe) behält Ihre Historie, sofern Sie den Datenordner nicht selbst löschen; die Daten der Store-Ausgabe entfernt Windows bei der Deinstallation.

Datenschutz

Die vollständige Übersicht, was gespeichert wird (und was nicht), steht unter pcwattvault.com/privacy. Die Kurzfassung: Alles bleibt auf Ihrem Rechner.